Der SMBC Moers

Ihr wollt sicher wissen, was junge, mittel alte und “reife” Menschen in die Arme eines Schiffsmodellbauclubs treibt. Wie man sich dort mit dem Hobby beschäftigt, welche persönlichen Vorteile und Erfahrungen man mitnimmt, und welchen Einsatz man als einzelner für den Verein und seine Kollegen bringen muss. Denn die Frage, die man sich stellt, lautet: “Wozu brauch ich einen Club, wenn ich am xy-See kostenlos und ohne Beschränkungen mein Rennboot fahren kann?” Wir beginnen an dieser Stelle mit einer Reihe von Mitgliederbeiträgen, die genau dieser Frage auf den Grund gehen und versuchen, jedem Leser ein Bild davon zu verschaffen, dass und warum es sich lohnt, sich mit Gleichgesinnten zusammenzuschließen und gemeinsam dem Schiffsmodellbau und -sport nachzugehen. Unser erster Beitrag stammt von unserem Kollegen Jürgen, manchen vielleicht als Alderan aus diversen Foren bekannt: So, was soll man zu unseren Freitagsaktivitäten sagen. Eins ist sicher: es passiert immer was, was die meisten von uns Schiffsmodellbauern interessiert oder sogar begeistert (mir ist es am ersten Abend so gegangen). Wir, das ist ein überwiegend harter Kern aus ca. fünf, oft aber auch mehr, Leuten, bringen immer irgendwelche Rümpfe, Zellen, Wellen oder Stahldrähte, die mal eine welle werden wollen, oder irgendwas, das mal ein Rennboot oder ein wichtiges Teil von einem Rennboot werden soll, mit in unser Vereinsheim. Wenn dann so gegen 18:30 die meisten da sind, geht es langsam los. Es wird gefragt, geholfen und wenn ich sage geholfen, dann meine ich das auch so. Bei uns ist es nicht üblich, dass man Geheimnisse voreinander hat: “Warum machst du das so und nicht anders?”, gibt es nicht! Wer fragt, bekommt Antwort oder Hilfe, dass heißt im Klartext: ich muss nicht alles können was ich brauche. Einer meiner Vereinskollegen (komisches Wort, es sind vielmehr Freunde!) kann es bestimmt.
Also kommt nachher ein Schiff raus. Zwischen 19:00 und 20:00 wird dann diniert, das heißt im Klartext: Es wird einer der ortsansässigen Frittentempel besucht! Wir haben keine Drehbank, aber Dreharbeiten werden von zwei Leuten erledigt. Aber wir sind in der glücklichen Situation, auf ein nicht gerade kleines Sortiment an FORMEN für die unterschiedlichsten Rennboottypen zurückgreifen zu können, was nicht zuletzt auch unseren Vereinsvorsitzenden recht stolz macht! Man braucht fast nicht zu erwähnen, dass dadurch unsere Mitglieder Zugang zu preiswerten, erstklassigen Schiffen haben, weil wer selber laminiert kann seine Arbeitszeit einbringen und das Ersparte in hochwertigem
Harz- und Mattenmaterial einsetzen. Nur Tupfen muss man schon noch selber (aber nicht alleine, keine Angst :-)!
Wir bauen auch Urmodelle und natürlich Formen selbst, was natürlich nicht ohne ein erhebliches Maß an Erfahrung/Knoff-Hoff möglich ist. Zum Glück gibt es ja unseren Michael, der über beides verfügt und ein Interesse daran hat, sein Wissen weiterzugeben Ich sag immer: purer Eigennutz, nur mir hört ja keiner zu. Der braucht Leute, mit denen er zusammen fahren will! Gefahren wird, wenn es geht, zusammen auf unserem Teich, der sich ca.100m entfernt vom Vereinsheim befindet und ganzjährig mit Bojen bestückt ist (sowohl ECO als auch MONO/HYDRO-Oval), so weiß man auch, was man sich da so zusammenfährt und man ist nicht immer auf seine Phantasie angewiesen, um festzustellen, warum macht das Ding jetzt diese komischen Bocksprünge und fährt wie ein Känguru, und wieso sind meine 3000er Zellen schon nach 2,5 Minuten leer? Ist doch ein Vorteil wenn da ein paar Leute mitgucken, und dann kann man sich auch noch bei unserem Michael
ansehen warum der mir in 4 Minuten satte 4 Runden abnimmt :-) Aber damit kann ich leben Gegen einen zigfachen nationalen wie auch internationalen Meister ungezählter Klassen zu verlieren, macht mich nicht wirklich traurig, oder doch ? :-( Und nun noch zum Abschluss der Geheimtipp für das Heer der “Anfänger”: kommt einfach nach Moers uns besuchen am Freitag oder im Mai zu unserem offenen Wettbewerb für alle, die ein regelkonformes Schiff haben. Ich verspreche, es ist die Anreise wert, unsere MONO III-Endläufe sind selbst beim Publikum berü(chtigt)hmt!

In diesem Sinne